Sicher und bewusst spielen

Glücksspiele können eine unterhaltsame Freizeitbeschäftigung sein, wenn man sich seiner persönlichen Grenzen bewusst ist und verantwortungsvoll damit umgeht. Doch wie bei jeder Aktivität, die Aufregung und mögliche Gewinne verspricht, kann auch das Online-Glücksspiel problematisch werden, wenn man die Kontrolle über sein Verhalten verliert. Diese Seite informiert über Warnsignale, verfügbare Schutzmechanismen und konkrete Anlaufstellen in Österreich.

Warnsignale für problematisches Spielen

Es ist wichtig, die eigenen Gewohnheiten regelmäßig zu überprüfen. Problematisches Spielverhalten kann sich auf unterschiedliche Weise zeigen. Sie spielen länger, als Sie ursprünglich geplant haben, oder erhöhen die Einsätze allmählich, um die gleiche Aufregung zu erleben. Das Spielen wird zur Flucht vor alltäglichen Sorgen oder negativen Gefühlen genutzt. Sie versuchen wiederholt, das Spielen zu reduzieren oder zu stoppen, schaffen es aber nicht. Finanzielle Probleme entstehen oder verschärfen sich, weil das Budget für Glücksspiele ständig erhöht wird. Der Freundes- oder Familienkreis äußert Bedenken bezüglich Ihres Spielverhaltens.

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Zeichen bei sich erkennen, ist es sinnvoll, professionelle Unterstützung zu suchen.

Werkzeuge zur Selbstkontrolle

Moderne Online-Plattformen bieten verschiedene Instrumente an, mit denen Sie Ihr Spielverhalten selbst steuern können. In Österreich wird derzeit ein nationales Selbstausschlussregister eingeführt, das es Spielern ermöglicht, sich über alle Anbieter hinweg auszuschließen. Dadurch wird verhindert, dass ausgeschlossene Personen einfach zu einem anderen Operator wechseln.

Depositlimits und Pausenrichtlinien

Viele Anbieter ermöglichen es, tägliche, wöchentliche oder monatliche Einzahlungsgrenzen festzulegen. Diese sollten so gewählt werden, dass sie Ihrem realen Spielbudget entsprechen. In Österreich gibt es außerdem Regelungen für zwingend vorgesehene Spielpausen. Nach jeweils 90 Minuten kontinuierlichen Spiels ist eine Unterbrechung vorgesehen, um Ihnen Zeit zu geben, zu reflektieren.

Temporäre und permanente Sperren

Sie können Ihr Konto selbst für einen bestimmten Zeitraum oder dauerhaft sperren. Für die Wiederöffnung ist normalerweise eine direkte Anfrage an den Kundensupport erforderlich, oft verbunden mit einer Wartefrist, um emotionale Entscheidungen zu vermeiden.

Hilfe und Beratung in Österreich

Sollten Sie feststellen, dass Ihr Spielverhalten außer Kontrolle gerät, sind Sie nicht allein. In Österreich gibt es spezialisierte Anlaufstellen.

Die landesweite Telefonhotline des Spielerschutzes ist kostenlos unter 0800 202 304 erreichbar. Fachkompetente Berater bieten dort erste Orientierung und können Informationen zu Beratungsstellen in Ihrer Nähe geben.

Das Spielsuchthilfe ist ein spezialisiertes Beratungs- und Therapiezentrum mit Sitz in Wien. Dort arbeiten Fachleute mit Spielbetroffenen und ihren Angehörigen. Sie können die Einrichtung telefonisch unter (1) 544 13 57 erreichen oder sich per Mail an [email protected] wenden. Die Adresse lautet: Stolberggasse 26/III. Stock, 1050 Wien.

Das Bundesministerium für Finanzen unterstützt flächendeckend die Bereitstellung von Beratungs- und Behandlungszentren im ganzen Land. Eine vollständige Liste aller verfügbaren Anlaufstellen finden Sie auf der Website des Ministeriums.

Die Lizenz des Betreibers prüfen

Die Informationen über die Lizenzierung des Anbieters werden von diesem selbst veröffentlicht. Sie haben das Recht, diese Informationen zu prüfen und im öffentlichen Register des zuständigen Regulators zu überprüfen, um sicherzustellen, dass der Anbieter ordnungsgemäß lizenziert ist. Eine verantwortungsvolle Spielweise beginnt damit, nur bei regulierten Anbietern zu spielen.